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Das Risiko Ist Echt

Aber die Angst vor einem Schlaganfall muss nicht lebensbestimmend sein.
"lch bin jetzt eher in der Lage, die Dinge zu tun, die ich wirklich tun möchte."
Bill Moates, WATCHMAN Patient

Vorhofflimmern und Schlaganfallrisiko

Das Risiko ist real. Aber die Angst vor einem Schlaganfall muss nicht lebensbestimmend sein. Lesen Sie im nachfolgenden mehr über den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Schlaganfall, erfahren Sie, wie Schlaganfälle verhindert werden können und was Sie tun können um Ihr Risiko für einen Schlaganfall zu senken.

Warum Vorhofflimmern Ihr Schlaganfallrisiko erhöht

Warum Vorhofflimmern Ihr Schlaganfallrisiko erhöht

Leidet man an Vorhofflimmern, hat man zudem ein durchschnittlich 5-mal höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, als mit einem normalen Herzschlag.1 Dies erklärt sich wie folgt:

Bei VHF vibrieren und zittern die oberen Herzkammern und kontrahieren bzw. pumpen nicht, wie dies normalerweise der Fall ist.2 Da das Blut nicht normal aus dem Herzen gepumpt wird, können Blutzellen leichter verkleben und es entsteht ein Gerinnsel. Die Blutgerinnsel bilden sich in einem Bereich des Herzens, der als linker Vorhof bezeichnet wird.2,3

Bei Personen mit Vorhofflimmern, das nicht durch ein Herzklappenproblem verursacht wird (auch als nicht-valvuläres VHF bezeichnet), entstehen über 90 % der vom Herzen ausgehenden, schlaganfallverursachenden Gerinnsel im linken Vorhof.3 Wenn ein Blutgerinnsel aus dem linken Vorhof austritt und in den Blutkreislauf gelangt, kann es die Blutversorgung im Gehirn unterbrechen und einen Schlaganfall auslösen.1,4

Was ist Vorhofflimmern?

Wenn Sie Grundlegendes zu der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern erfahren, die Symptome des Vorhofflimmerns kennen lernen und den Unterschied zwischen valvulärem VHF und nicht-valvulärem VHF besser verstehen möchten und wissen möchten wie Vorhofflimmern diagnostiziert wird.

Lesen Sie hier weiter
Wie löst Vorhofflimmern einen Schlaganfall aus?

Wie löst Vorhofflimmern einen Schlaganfall aus?

Um den Zusammenhang zwischen VHF und dem Schlaganfallrisiko besser zu verstehen, sollten Sie wissen, wie das Herz im Allgemeinen funktioniert. Ihr Herz ist ein elektrisches System, das die Frequenz und den Rhythmus Ihres Herzschlags kontrolliert. In einem gesunden Herzen sorgen die elektrischen Signale für einen gleichmäßigen Herzschlag. Das Herz kontrahiert und pumpt das Blut normal in den Kreislauf.4

Bei VHF sind die elektrischen Signale ungeregelt. Vorhofflimmern tritt auf, wenn die oberen zwei Kammern des Herzens, die Vorhöfe, schnell und unregelmäßig schlagen (flimmern). Das Vorhofflimmern hat Einfluss darauf, wie gut Blut durch Ihr Herz gepumpt wird, was sich wiederum auf das Schlaganfallrisiko auswirkt. Aber eine richtige Behandlung kann helfen, Ihr Schlaganfallrisiko zu senken.4

Arten von Schlaganfällen

Es gibt 2 Arten von Schlaganfällen: ischämischer Schlaganfall und hämorrhagischer Schlaganfall. Ein ischämischer Schlaganfall wird durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das sich in einem Blutgefäß festsetzt und die Blutversorgung zum Gehirn unterbricht. Ein ischämischer Schlaganfall ist der Schlaganfalltyp, der am häufigsten mit dem unregelmäßigen Herzschlag von Vorhofflimmern assoziiert ist.5,6

Ein hämorraghischer Schlaganfall wird durch eine Blutung im oder am Hirngewebe verursacht. Dies kann geschehen, wenn ein Blutgefäß im Bereich des Gehirns geschädigt ist und aufreißt. Blut sammelt sich an, übt Druck auf das Gehirn aus und blockiert den Blutfluss.5,6

Was verursacht einen Schlaganfall?

Ein Schlaganfall kann unabhängig von Alter oder Geschlecht bei jeder Person auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, ist allerdings höher, wenn bestimmte Schlaganfallrisikofaktoren auf Sie zutreffen. Dazu gehören unter anderem5,6:

  • Vorhofflimmern
  • Hoher Blutdruck
  • Diabetes Mellitus
  • Carotis-Stenose
  • Hohe Cholesterinwerte

Warnzeichen eines Schlaganfalls

Anzeichen eines Schlaganfalls können u.a. folgende plötzlich auftretende Symptome sein5:

  • Gefühllosigkeit oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein
  • Verwirrtheit, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen von Gesagtem
  • Sehschwierigkeiten auf einem oder beiden Augen
  • Schwierigkeiten beim Gehen, Schwindel, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsschwierigkeiten
  • Starke Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache

Ein Schlaganfall ist ein Notfall. Eine schnelle medizinische Versorgung kann helfen, weitere Schäden zu begrenzen und das Behandlungsergebnis und die Genesung zu verbessern.

Behandlung eines Schlaganfalls

Bei einem Schlaganfall ist Zeit ein kritischer Faktor. Eine sofortige Behandlung kann helfen, die Auswirkungen eines Schlaganfalls zu reduzieren und ggf. auch den Tod verhindern. Der Goldstandard in der Behandlung eines ischämischen Schlaganfalls (durch ein Blutgerinnsel verursacht) ist eine als gewebespezifischer Plasminogenaktivator bezeichnete Lösung. Sie wird intravenös am Arm verabreicht, dies muss aber innerhalb von 3 Stunden nach Auftreten des Schlaganfalls geschehen.5

Welche Auswirkungen ein Schlaganfall hat, hängt davon ab, wo die Blockade im Gehirn auftritt und in welchem Ausmaß das Gehirn geschädigt ist. Auswirkungen eines Schlaganfalls sind unter anderem5:

  • Lähmung
  • Seh- oder Sprechstörungen
  • Verhaltensänderungen 
  • Gedächtnisverlust

Personen, die einen Schlaganfall erleiden, müssen sich oft einer Rehabilitation unterziehen. Ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik kann Schlaganfallpatienten helfen, bestimmte Funktionen wiederzuerlangen oder mit ihren Behinderungen leben zu lernen.

Fakten zu Vorhofflimmern und Schlaganfall

Fakten zu Vorhofflimmern und Schlaganfall

Aktuell leiden in Europa über 10 Millionen Menschen an Vorhofflimmern und mit einer zunehmend alternden Bevölkerung wird diese Zahl weiter steigen.Personen mit VHF haben ein fünfmal höheres Schlaganfallrisiko als Personen mit normalem Herzschlag.2 50 % der durch VHF ausgelösten Schlaganfälle treten bei Personen auf, die jünger als 75 Jahre sind.3

Reduktion Ihres Schlaganfallrisikos bei VHF

Die gute Nachricht ist, dass das Schlaganfallrisiko behandelbar ist. Es sind verschiedene Behandlungen verfügbar, um das Schlaganfallrisiko zu reduzieren, wenn Ihr Vorhofflimmern nicht von einem Herzklappenproblem verursacht wird (d. h. nicht-valvuläres VHF). Die häufigste Methode sind Medikamente, die die Bildung von schlaganfallauslösenden Blutgerinnseln verhindern.

Diese Medikamente werden als Antikoagulanzien bzw. Blutverdünner bezeichnet und werden von vielen Patienten gut vertragen. Häufige Blutverdünner sind zum Beispiel Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar®) und neue orale Antikoagulanzien (NOAKs).1

Vitamin-K-Antagonisten und NOAKs reduzieren das kardioembolische Schlaganfallrisiko wirksam, sie werden jedoch von bestimmten Patienten nicht gut toleriert und es können Komplikationen aufgrund von Blutungen auftreten. Für diese Personen ist der Verschluss des linken Vorhofohrs ggf. eine Option. Das WATCHMAN System stellt einen bahnbrechenden Ansatz für die Reduktion des Schlaganfallrisikos dar. Bei von VHF betroffenen Personen bilden sich die meisten Blutgerinnsel im linken Vorhofohr (LAA). WATCHMAN bildet eine Barriere, die Gerinnsel im Vorhofohr festhält, so dass diese nicht in den Blutkreislauf gelangen und dort ein Blutgefäß blockieren und einen Schlaganfall auslösen können.

Ihr Arzt wird Ihnen auf Grundlage Ihres Herzrhythmus, Ihrer Symptome und anderer ggf. vorliegender Erkrankungen helfen, eine Behandlung zur Reduktion des Schlaganfallrisikos auszuwählen.

Verhindern eines Schlaganfalls

Die Kontrolle des Schlaganfallrisikos ist das Hauptziel einer VHF-Behandlung. Es gibt aber verschiedene Dinge, die Sie tun können, um Ihr allgemeines Schlaganfallrisiko zu senken:5

  • Raucher sollten das Rauchen aufgeben
  • Sorgen Sie für regelmäßige sportliche Bewegung (fragen Sie Ihren Arzt, welche Aktivitäten für Sie unbedenklich sind)
  • Ernähren Sie sich fett- und salzarm
  • Halten Sie ein gesundes Gewicht

Sie können wahrscheinlich nichts gegen Ihr Vorhofflimmern und das damit verbundene Schlaganfallrisiko tun. Aber eine gesunde Lebensweise kann einen positiven Effekt auf andere Gesundheitszustände haben, wie z. B. einen hohen Blutdruck, der Ihr Schlaganfallrisiko zusätzlich erhöht.5

Fragen an Ihren Arzt

Wenn Sie Vorhofflimmern haben und sich Sorgen um Ihr Schlaganfallrisiko machen, können Sie Ihrem Kardiologen unter anderem folgende Fragen stellen:

  • Wie hoch ist mein Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden?
  • Was muss ich wissen, falls ein Schlaganfall auftreten sollte?
  • Welche Behandlungsoptionen können zu einer Reduktion meines Schlaganfallrisikos beitragen?
  • Benötige ich einen Blutverdünner und wenn ja, welchen?
  • Welche Alternativen gibt es zu Blutverdünnern?
  • Welche Risiken und Vorteile haben diese Behandlungsoptionen?
  • Kann ich mit einem veränderten Lebensstil mein Schlaganfallrisiko ebenfalls senken?

Wenn Sie eine Alternative zu blutverdünnenden Medikamenten suchen, um Ihr Schlaganfallrisiko bei VHF zu verringern, dann überlegen Sie, ob das WATCHMAN Schirmchen die richtige Option für Sie sein könnte.

Beantworten Sie einige Fragen und erhalten Sie einen individuellen Leitfaden

Orale Antikoagulanzien werden Personen mit VHF zur Reduktion des Schlaganfallrisikos verschrieben – sie sind aber möglicherweise nicht für jeden geeignet.1 Erfahren Sie mehr über die Behandlungsoption mit dem WATCHMAN Schirmchen.

Lesen Sie mehr zu: Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten

WATCHMAN ist für Personen gedacht, deren Vorhofflimmern nicht durch ein Herzklappenproblem verursacht wird, und die eine Alternative zur oralen Antikoagulation benötigen. Diese Website für Patienten und Pflegekräfte enthält ausführliche Informationen zur WATCHMAN Therapie. Sie hilft Ihnen, sich ggf. auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vorzubereiten und erläutert welche Optionen es für Sie zur Reduzierung des Schlaganfallrisikos gibt.

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Dementsprechend empfiehlt Boston Scientific unbedingt, dass Sie bezüglich aller gesundheitlichen und anderer Fragen Ihren Arzt konsultieren.

Literaturhinweise

  1. National Stroke Association. Making the Afib-Stroke Connection. https://www.stroke.org/sites/default/files/resources/Afib-Connection%20for%20hcp.pdf. Veröffentlicht 2012. Stand 1. September 2016.
  2. Harvard Health Publications. Atrial fibrillation. http://www.health.harvard.edu/heart-health/atrial-fibrillation-common-serious-treatable. Harvard University Medical School. Veröffentlicht November 2011. Stand 25. August 2016.
  3. Blackshear JL, Odell JA. Appendage obliteration to reduce stroke in cardiac surgical patients with atrial fibrillation. Ann Thorac Surg. 1996;61:755-759.
  4. Cleveland Clinic. Atrial fibrillation (Afib). http://my.clevelandclinic.org/services/heart/disorders/arrhythmia/atrial-fibrillation-afib. Veröffentlicht Mai 2015. Stand 25. August 2016.
  5. Webseite der American Stroke Association. http://www.strokeassociation.org/STROKEORG/. American Heart Association. Veröffentlicht 2017. Stand 31. Mai 2017.
  6. Webseite der National Stroke Association. http://www.stroke.org/. Veröffentlicht 2017. Stand 31. Mai 2017.
  7. Lamassa et al., Characteristics, Outcome, and Care of Stroke Associated With Atrial Fibrillation in Europe Data From a Multicenter Multinational Hospital–Based Registry (The European Community Stroke Project). Stroke 32.2 (2001): 392-398.